Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Rzeszów – von der Konzeption bis zur Umsetzung

Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Rzeszów – von der Konzeption bis zur Umsetzung

Data: 5 September 2025

Unser Unternehmen arbeitet schon seit vielen Jahren mit dem Akkreditierten Labor für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) sowie dem Labor für Funktechnik und RFID-Objekterkennung zusammen, die zur Abteilung für elektronische Systeme und Telekommunikation der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Technischen Universität Rzeszów gehören. Dabei sind die professionelle und einzigartige technische Ausstattung der Labore, die Offenheit der Laborteams gegenüber unseren Anforderungen, die Art der Untersuchungsdurchführung – mit direkter Beteiligung unserer Mitarbeiter/-innen – sowie die räumliche Nähe für uns von besonderer Bedeutung. Die Zusammenarbeit zwischen unserem Unternehmen und der Technischen Universität Rzeszów wurde am 20. Juli 2023 anlässlich der Unterzeichnung des Rahmenvertrages Nr. NR-622-331-1053/23 formell in die Wege geleitet. In diesem Dokument werden u.a. die Grundsätze für gemeinsame wissenschaftliche Forschung, Entwicklungsarbeiten, die Organisation von Schulungen, Praktika und Berufspraktika sowie die Ausbildung von Ingenieurfachkräften festgelegt. Seitens der Technischen Universität werden alle diese Aktivitäten von Prof. Dr. Piotr Jankowski koordiniert.

In der EMV-Richtlinie 2014/30/UE werden die Grundsätze für das Inverkehrbringen elektrischer und elektronischer Geräte auf dem Markt der Europäischen Union in Bezug auf die elektromagnetische Verträglichkeit geregelt. Jedes Gerät muss so ausgelegt werden, dass es keine elektromagnetischen Störungen aussendet, die die zulässigen Grenzwerte überschreiten, und gleichzeitig gegenüber typischen Störungen resistent ist, die in seiner vorgesehenen Einsatzumgebung auftreten können. Die technischen Anforderungen der Richtlinie werden in harmonisierten Normen präzisiert, in denen die zulässigen Emissionsgrenzwerte sowie die Mindestanforderungen an die Störfestigkeit der Geräte festgelegt werden. Die Einhaltung dieser Vorschriften stellt nicht nur eine Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung dar, sondern ist auch eine Grundlage für die Qualitätssicherung, Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit moderner technischer Systeme. Darüber hinaus fördert die EMV-Richtlinie die Anwendung von bewährten Konstruktionsmethoden und einen systematischen Ansatz für EMV-Probleme – sowohl in der Entwicklungsphase als auch bei der Produktion von Geräten. 

In den Jahren 2022-2025 konzentrierte sich unsere Zusammenarbeit mit dem EMV-Labor auf die Untersuchung verschiedener Versionen von Ladegeräten für Elektrofahrzeuge. Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsverträgen wurden Studien zur Designanpassung eines mobilen Ladegerätes für den Konzern Mercedes sowie eines leistungsstarken stationären AC-Ladegeräts an die Anforderungen der Norm EN 61851-21.2 durchgeführt. Mit der einzigartigen Ausstattung des EMV-Labors der Technischen Universität Rzeszów, zu der professionelle dreiphasige Hochleistungssysteme zur Untersuchung der Störfestigkeit elektrischer Geräte gegenüber genormten Störungen gehören, war es uns möglich, die Prüfungen unter reproduzierbaren Bedingungen und gemäß den in der Norm festgelegten Verfahren durchzuführen. Auf diese Weise konnten iterative Änderungen am Design der Ladegeräte vorgenommen werden, um die strengen Anforderungen der genannten Norm zu erfüllen, was ein entscheidender Schritt im Zertifizierungsprozess und in der Vorbereitung der Geräte für die Markteinführung in Europa darstellt.

Im genannten Zeitraum wurden von uns auch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich der Funktechnik zur Objekterkennung durchgeführt. Sie umfassten u.a. eine Synthese von NFC-Antennensystemen, die speziell für induktive Ladegeräte von Fahrzeugen im Premiumsegment sowie für ausgewählte Anwendungsfälle in der Kommunikation zwischen mobilen Geräten (Smartphone und Smartwatches) verschiedener Hersteller entwickelt wurden.

Infolge der durchgeführten Arbeiten wurden unsere Geräte erfolgreich an die Anforderungen der EMV-Richtlinie 2014/30/UE angepasst, was deren sicherer und normgerechter Betrieb in der vorgesehenen Einsatzumgebung gewährleistet. Die umgesetzten Lösungen haben unmittelbar zur Qualitäts- und Zuverlässigkeitserhöhung unserer Produkte beigetragen und deren Exportpotenzial erhöht. Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit ist ein hervorragendes Beispiel für die Synergie zwischen Wissenschaft und Industrie, von der nicht nur unser Unternehmen profitiert, sondern auch die gesamte Region Karpatenvorland, indem sie ihre Position als Zentrum technologischer Innovationen stärkt.